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Glossar Notstromversorgung

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Die Ausfallrate ist eine Kenngröße für die Zuverlässigkeit eines Produktes. Sie gibt die prozentuale Wahrscheinlichkeit an, mit der ein Produkt innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls ausfällt. 

siehe Stillstandzeit​​​​​​​

Die Backup-Zeit (auch Überbrückungszeit) bezeichnet die Zeitspanne, in der eine USV-Anlage die angeschlossenen Verbraucher bei Netzausfall versorgen kann.

Die Blindleistung ist die überschüssige elektrische Leistung, die bezogen und zeitversetzt zurück ins Netz gespeist wird. Sie pendelt zwischen Verbraucher und Erzeuger hin und her und wird für den Aufbau der Spannung benötigt. Ihre Einheit lautet Voltampere reaktiv  (var).

Die Maßeinheit BTU definiert die Wärmeenergie, die benötigt wird, um ein britisches Pfund Wasser um 1 Grad Fahrenheit zu erwärmen. 1 BTU = 1.055 Joule (J)

siehe Wirkfaktor

Der Crestfaktor oder auch Scheitelfaktor ist ein elektrischer Signalwert. Er beschreibt  das Verhältnis des Scheitelwertes (Vss) zum Effektivwert (Veff) einer Schwingung.

Der Drehstrom, umgangssprachlich auch als Starkstrom bezeichnet, ist eine spezielle Form des Wechselstroms. Er besteht aus drei getrennten Wechselströmen, die phasenverschoben im Abstand von 120° angeordnet sind. 

siehe Drehstrom

siehe Drehstrom

Die Eigentaktung bezeichnet die Taktfrequenz, die ein Gerät selbst erzeugt. In der Notstromtechnik ist die Eigentaktung vor allem bei Netzausfällen relevant. Ein Beispiel: Im Normalfall wird ein Wechselrichter bei anstehendem Netz von diesem getaktet. Dadurch ist bei seinem Ausfall jederzeit ein unterbrechungsfreies Umschalten der Verbraucher möglich. Bei Netzausfall geht der Wechselrichter in Eigentaktung, um weiterhin seine 50 Hz gewährleisten zu können.

siehe Strangschema

siehe Wechselstrom

Die elektromagnetische Verträglichkeit ist die Fähigkeit eines Gerätes, einer Anlage oder eines Systems, so zu arbeiten, dass keine elektromagnetischen Effekte entstehen, die sich auf andere Geräte etc. störend auswirken könnten.

Die Erhaltungsladung ist die Ladung, die ein Akku (eine stationäre Batterie) braucht, um sich selbst im Status der Vollladung zu halten. Er gleicht damit seine Selbstentladung aus. 

Die Frequenz ist die Anzahl von Schwingungen, die ein Wechselstrom während einer Periodendauer aufweist. Die Einheit ist Hertz (Hz = 1/sec.). Sie beträgt in den EMEA-Regionen in der Regel 50 Hz (= Frequenz der öffentlichen elektrischen Energieversorgung).

Ein Gleichrichter wandelt Wechselspannung in Gleichspannung um.

GSV-Anlagen sind Anlagen zur gesicherten Stromversorgung. Sie versorgen Verbraucher permanent die Gleichspannung

Mit Gleichstrom wird  ein elektrischer Strom bezeichnet, dessen Stärke und Richtung sich nicht ändert. Er wird durch Gleichrichter erzeugt oder durch Akkus, Batterien und Gleichstromgeneratoren zur Verfügung gestellt.

Eine Höheneinheit (HE) ist eine Maßeinheit für Schaltschränke (Elektronikgehäuse/19''-Racks). Sie gibt die Höhe des Gerätes/Gerätegehäuses an und entspricht 1,75 Zoll/Einheit bzw. ca. 4,5 Zentimetern.

Der Begriff bezeichnet die Möglichkeit, Systemkomponenten und Module wie z. B. ein USV-Modul im laufenden Betrieb auszutauschen, ohne die kritische Last von der USV zu trennen.

Ein Konverter, auch Umrichter genannt, wandelt in der Elektrotechnik die jeweils eingespeiste Stromart (Gleich- oder Wechselstrom) in die jeweils andere um. Ein Beispiel für einen Konverter in der Notstromtechnik ist ein Schaltnetzteil.

Eine elektronische Last (z.B. Schaltnetzteil) ist in Bezug auf die Notstromversorgung ein elektrisches Bauelement oder Elektrogerät, das an einer USV-Anlage angeschlossen ist und von ihr geschützt wird.
Allgemein wird unter einer Last jedoch ein elektrisches Bauelement oder Elektrogerät verstanden, in dem elektrische Energie in andere Energieformen umgewandelt wird. Darüber hinaus werden auch Unternehmen und Privathaushalte im Kontext der Elektrizitätsversorgung als elektrische Last oder elektrische Verbraucher bezeichnet.

Die mittlere Betriebszeit zwischen Ausfällen gibt die Zeitspanne an, die wahrscheinlich vergeht, bis ein System oder eine -komponente nach einem Fehler erneut ausfällt. 

Die mittlere Reparaturzeit gibt die Zeit zwischen dem Auftreten eines Fehlers und der Wiederherstellung des Systems an.

Modbus ist ein offenes Kommunikationsprotokoll, das den Datenaustausch zwischen einem Master und mehreren Slaves ermöglicht. Es gilt heute als die am häufigsten genutzte serielle Schnittstellenverbindung für industriell eingesetzte Geräte wie Computer und andere technische Systeme. Mit seiner Hilfe können viele Geräte aus einem Netzwerk schnell und einfach miteinander kommunizieren.

Eine Netzersatzanlage, auch allgemeine Ersatzstromversorgung (AEV) genannt, besteht aus mindesten einem Notstromaggregat oder einer anderen Ersatzstromquelle.

Eine Netzrückschalteinrichtung ist ein interner automatischer Bypass, der die Verbraucher bei Ausfall oder Überlastung des Wechselrichters, Überlastung der sicheren Schiene etc. unterbrechungsfrei direkt auf das Netz schaltet.

Eine Netzrückwirkung entsteht, wenn ein elektrischer Verbraucher Einfluss auf das ihn versorgende Stromnetz nimmt. Die Ursachen dafür sind unterschiedlich und reichen von Kurzzeitunterbrechungen über Spannungseinbrüche bis zu Oberschwingungen durch den Verbraucher.

Das NN-Netz ist das herkömmliche Netz für die allgemeine Stromversorgung (AV) ohne Notstromversorgung.

Ein Notstromaggregat ist ein Gerät, das auf unterschiedliche Arten elektrische Energie erzeugt, um vom herkömmlichen Stromnetz unabgängig zu sein. Der Generator wird vorwiegend mit Benzin oder Diesel (Verbrennungsmotor) angetrieben.  

Eine Notstromversorgung stellt die Verfügbarkeit von Ersatzstrom bei Ausfall der öffentlichen Stromversorgung sicher. Je nach Einsatzbereich kommen dabei unterschiedliche Systeme zum Einsatz - vom einfachen Notstromaggregat über Diesel-USV-Anlagen bis hin zur komplexen USV-Anlagen-Architektur.

Redundanz bezeichnet in der Technik das Vorhandensein zusätzlicher gleicher Anlagenteile und -systeme, die in einem störungsfreien Betrieb nicht benötigt werden. Sie stehen bereit, um bei einem Ausfall die Betriebssicherheit zu gewährleisten, indem sie den Dienst der entsprechenden Komponente übernehmen. 

RS-232 ist ein Standard für eine aus den 1960er Jahren stammende serielle Schnittstelle, die heute als EIA-232 bekannt ist. Sie wurde früher unter anderem für Modems, Drucker und Terminals genutzt und findet inzwischen Anwendung in der PC-Technik und Unterhaltungselektronik. Die Daten werden wortweise übertragen. Jedes Datenwort besteht aus fünf bis neun Bits.

Ein Schaltnetzteil ist ein Stromrichter, der eine ungeregelte Eingangsspannung in eine konstante Ausgangsspannung umwandelt.

siehe Crestfaktor

Der Ausgang einer dreiphasigen USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) mit 100 % Schieflastfähigkeit gibt an, das der Ausgang auch auf nur einer Phase voll belastet werden kann.

Das SV-Netz wird durch eine Sicherheitsstromversorgung (SV) bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung weiterversorgt.

Als "sichere Schiene" wird der Teil einer Spannungsversorgung bezeichnet, der bei einem Netzausfall durch eine Notstromanlage weiterversorgt wird.

Das Simple Network Management Protocol (SNMP) basiert auf dem User Datagram Protocol (UDP) und dient der Überwachung, Steuerung und Konfiguration von Netzwerkelementen wie Router, Firewalls, Server und Computer.

siehe Strangschema

Die (elektrische) Spannung ist eine physikalische Größe der Elektrotechnik, die in Volt (V) angegeben wird.

Die Stillstandzeit ist die Zeit, in der eine Anlage oder ein System nicht verfügbar oder nicht funktionsfähig sind.

Das Strangschema ist eine vereinfachte, nicht maßstabgerechte Darstellung einer Anlage. Es wird auch auch Stromlaufplan, Singleline- oder Einliniendiagramm genannt und als Grundlage bei der Dimensionierung verwendet.

Der (elektrische) Strom kennzeichnet die zielgerichtete Bewegung elektrischer Ladungsträger wie Elektronen und Ionen. Er ist eine physikalische Einheit der Elektrotechnik, die in Ampere (A) angegeben wird.

siehe Strangschema

Unter symmetrischer Last wird eine gleichmäßige Lastverteilung in allen Leitern eines Mehrphasensystems (z. B. Drehstromsystems) verstanden. 

siehe Backup-Zeit

Unterbrechungsfreie Stromversorgung, siehe USV-Anlage

Eine USV-Anlage sorgt ihrem Namen gemäß für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Sie wird zwischen die Stromzuleitung der zu sichernden Geräte, Maschinen und Anlagen geschaltet und stellt die Versorgung der kritischen elektrischen Lasten bei einem Ausfall der Stromversorgung sicher. Im Markt haben sich drei Klassen (Betriebsarten) etabliert: passiver Mitlaufbetrieb (VFD)aktiver Mitlaufbetrieb (VI) und Doppelwandler (VFI).
Davon zu unterscheiden ist die Netzersatzanlage (allgemeine Ersatzstromversorgung, AEV). Diese weist bei der Umschaltung eine kurze Unterbrechung der Stromversorgung auf.

Doppelwandler-USV-Anlagen unterscheiden sich in ihrem Funktionsprinzip von Anlagen mit Mitlaufbetrieb. Sie wandeln die Spannung zweimal und bieten damit höchsten Schutz vor Stromausfällen, Spannungsspitzen, Störungen und Co. Die Eingangswechselspannung wird zunächst in eine Gleichspannung transfomiert und im Anschluss daran wieder in eine stabileWechselspannung gewandelt. Im Normalfall bezieht der Wechselrichter seinen Strom direkt vom Gleichrichter und nur bei starken Netzschwankungen oder Netzausfall von den Batterien. Die Verbraucher selbst haben keine direkte Verbindung zum Stromnetz. Sie sind damit unabhängig von der Netzspannung und der Netzfrequenz.

Die Funktionsweise einer USV-Anlage mit aktivem Mitlaufbetrieb (lineinteraktiv) ist prinzipiell identisch mit der einer USV-Anlage mit passivem Mitlaufbetrieb. Der Unterschied besteht darin, dass diese Anlage zusätzlich die Netzspannung prüft und innerhalb bestimmter Toleranzen auf ein verträgliches Maß regelt. Bei zu starken Schwankungen wird die Ausgangswechselspannung vom Wechselrichter mit Energie aus den Akkus erzeugt. Die Verbaucher sind daher nicht von der Netzspannung abhängig.

USV-Anlagen im passiven Mitlaufbetrieb (offline) sind für den Privatgebrauch, Home-Offices und Systeme mit relativ geringer Leistung ausgelegt. Sie schützen nur gegen Netzausfälle und kurze Schwankungen und können Störungen unter 4 Millisekunden nicht erkennen. 
Die Verbraucher werden in der Regel mit Netzspannung versorgt und gleichzeitig die Akkus in der USV-Anlage geladen. Sobald ein Netzausfall oder starke Netzschwankungen auftreten, schaltet die USV-Anlage automatisch auf Batteriebetrieb um. Die Verbraucher sind damit abhängig von der Netzspannung und der Netzfrequenz.

Die Verfügbarkeit eines technischen Systems gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der das System in einem bestimmten Zeitraum die von ihm geforderte Leistung erbringt. Sie wird in mehrere Klassen eingeteilt - von einfacher Verfügbarkeit (99,5 %) über Hochverfügbarkeit (99,9 % und höher) bis zur Non-Stop-Verfügbarkeit (100 %). Die Werte ergeben sich durch die mittlere Betriebszeit zwischen Ausfällen (MTBF) und  Mean Time To Repair (MTTR). Die Berechnung lautet: MTBF/(MTBF + MTTR).

Die VFI-Klassifikation ist Teil der Norm IEC 62040-3, die USVen in drei Stufen einteilt. VFI steht dabei für eine USV-Anlage im Offline-Modus, siehe USV-Anlage mit passivem Mitlaufbetrieb.

Die VFI-Klassifikation ist Teil der Norm IEC 62040-3, die USVen in drei Stufen einteilt. VFI steht dabei für eine USV-Anlage in Online-Modus, siehe USV-Anlage  Doppelwandler.

Die VI-Klassifikation ist Teil der Norm IEC 62040-3, die USVen in drei Stufen einteilt. VFI steht dabei für eine USV-Anlage im Line-interactive-Modus, siehe USV-Anlage mit aktivem Mitlaufbetrieb.

Ein Wechselrichter wandelt Gleichspannung in Wechselspannung um.

Als Wechselstrom wird elektrischer Strom bezeichnet, der seine Fließrichtung (Polung) und Stromstärke periodisch ändert.  Stromstärke und Spannung schwingen dabei typischerweise sinusförmig, sodass die positiven und negativen Werte  sich im zeitlichen MIttel auf Null ergänzen. Diese Stromversorgung ist in Deutschland Standard.

Cos phi ist der Wirkfaktor, der das Verhältnis der Wirkleistung zur Scheinleistung bei sinusförmigen Strömen und Spannungen angibt (cos phi= P/S). Er kann positiv oder negativ sein, je nachdem ob die Verbraucher induktiv oder kapazativ sind 

Die Wirkleistung ist die tatsächlich beim Verbraucher ankommende elektrische  Leistung, die sich als Produkt aus Spannungund Strom und Phasenverschiebung (cos phi) ergibt. Sie steht für die Umwandlung in z. B. mechanische, thermische und chemische Leistungen zur Verfügung. Ihre Einheit ist Watt (W).

Der Leistungsfaktor oder Wirkleistungsfaktor (Lambda), gibt das Verhältnis vom Betrag der Wirkleistung zur Scheinleistung an. Er liegt immer zwischen 0 und 1.

Der energetische Wirkungsgrad gibt das Verhältnis zwischen eingesetzter und erzielter Energie an und damit die quantitative Energieeffizienz einer Maschine.